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Über Depression
Depression ist mehr als eine vorübergehende Verstimmung. Sie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jeden treffen kann – unabhängig von Alter, Beruf oder Lebenssituation. Doch es gibt Hoffnung: Depression ist gut behandelbar.

Eine häufige Erkrankung
5 Mio.
Menschen in Deutschland leiden an Depression
2:1
Bei Frauen doppelt so häufig diagnostiziert wie bei Männern
90%
Erfolgsrate bei rechtzeitiger und angemessener Behandlung
Wichtige Fakten über Depression:
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Depression ist eine Erkrankung wie z.B. Diabetes oder Bluthochdruck – kein Ausdruck persönlichen Versagens
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Depression kann jeden treffen: alle Altersgruppen, Berufe und/oder soziale Schichten
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Oft in gut funktionierenden Alltag einbrechend oder allmählich einschleichend
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Bei genauem Nachfragen ist fast immer eine sichere Diagnose möglich
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Meist erfolgreich behandelbar – aber wird noch immer häufig übersehen
Depression hat viele Gesichter
Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen und müssen nicht immer offensichtlich sein:

Körperliche Symptome
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Fehlender Antrieb und Schwung
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Rastlose innere Unruhe
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Hartnäckige Schlafstörungen
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Vielfältige körperliche Beschwerden
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Verminderter Appetit

Emotionale Symptome
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Gedrückte, depressive Stimmung
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Freud- und Gefühllosigkeit mit innerer Leere
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Interessenverlust
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Beklemmende Angst
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Starke Schuldgefühle

Kognitive Symptome
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Konzentrationsstörungen
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Starke Grübelneigung
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Fehlendes Selbstvertrauen
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Negative Zukunftsperspektiven
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Entscheidungsschwierigkeiten
Hochfunktionale Depressionen
Es gibt zudem eine atypische Form der Depression, die hochfunktionale Depression. Sie beschreibt eine Form der Depression, bei der Betroffene im Alltag scheinbar normal funktionieren, innerlich jedoch stark belastet sind. Sie äußert sich durch Symptome wie Selbstzweifel, Erschöpfung, gedrückte Stimmung oder Ängste, während Arbeit und soziale Aktivitäten oft weiterhin bewältigt werden. Durch die geringe Sichtbarkeit fällt es vielen Betroffenen schwer, ihre Probleme anzuerkennen und Hilfe zu suchen. Behandlungsmöglichkeiten umfassen insbesondere Psychotherapie und weitere unterstützende Angebote, da Depressionen grundsätzlich gut behandelbar sind.
Wie entsteht eine Depression?
Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen und müssen nicht immer offensichtlich sein:
Häufige Auslöser
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Nach besonderer Belastung (Verlust, Trennung)
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Anhaltende Überforderung
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Traumatische Erlebnisse
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Lebensveränderungen
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Chronischer Stress oder chronische Krankheiten
Weitere Faktoren
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Kann auch "wie ein Blitz aus heiterem Himmel" kommen
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Genetische Veranlagung
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Biologische Faktoren (Botenstoffe im Gehirn)
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Saisonale Variante (Herbst/Winter)
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Einmalige oder wiederkehrende Phasen möglich
Depression ist behandelbar
Es gibt hochwirksame Behandlungsmethoden. Bei rechtzeitiger und angemessener Behandlung liegt die Erfolgsrate bei etwa 90%.

Psychotherapie
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Erwerb von Strategien für anderen Umgang mit Problemen
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Bei leichten bis mittelschweren Depressionen oft ausreichend
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Hilft Rückfälle zu verhindern
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Kombination mit Medikamenten bei schweren Depressionen optimal

Medikamente
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Antidepressiva setzen an Stoffwechselstörungen im Gehirn an
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Machen nicht abhängig
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Verändern die Persönlichkeit nicht
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Positive Gefühlssignale werden weniger vermindert

Unterstützung
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Selbsthilfegruppen als wertvolle Ergänzung
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Unterstützung durch verständnisvolle Angehörige
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Strukturierter Tagesablauf
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Bewegung und soziale Kontakte
Selbsttest: Könnte ich betroffen sein?
Wenn du dich unsicher fühlst, kann dieser kurze Selbsttest erste Hinweise geben:
Leidest du seit mehr als 2 Wochen unter:
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Gedrückter Stimmung
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Interessenlosigkeit/Freudlosigkeit auch bei sonst angenehmen Ereignissen
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Schwunglosigkeit, bleierne Müdigkeit oder innere Unruhe
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Fehlendem Selbstvertrauen oder Selbstwertgefühl
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Konzentrationsproblemen, Grübelneigung oder Entscheidungsschwierigkeiten
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Starken Schuldgefühlen oder vermehrter Selbstkritik
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Negativen Zukunftsperspektiven oder Hoffnungslosigkeit
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Hartnäckigen Schlafstörungen
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Vermindertem Appetit
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Tiefer Verzweiflung oder Todesgedanken

